Neurodermitis – ganzheitliches Denken

Viele Faktoren sind am Ausbruch und Ausprägung einer Neurodermitis beteiligt.

Der Darm mit seinem Mikrobiom (Billionen von Mikroorganismen) beeinflusst in hohem Maße die Haut.

 

Wir haben mal gelernt, dass die Organe und deren Schleimhäute unterschiedlichen Keimblättern zugehören.

Darm- inneres Keimblatt Entoderm

Haut – äußeres Keimblatt Ektoderm

Beide Keimblätter haben ein gemeinsames Immunsystem. Die Überwachung des Immunsystems wird vom Darm gesteuert. Beide Organe sind auch von der Umwelt, vom Mikrobiom und von der Ernährung abhängig.

Warum ist der Darm nicht in der Lage bei Neurodermitis meine Haut zu überwachen?

Nur ein gesunder Darm versorgt optimal die Haut und die Schleimhäute der Atemwege sowie den Urogenitaltrakt.

Aber was heißt ein gesunder Darm? Gesunde Mucosa (Schleimhaut) und ein ungestörtes Mikrobiom. Je wilder die Zusammensetzung der Billionen von Mikroorganismen desto besser. Wir sprechen hier von der Artenvielfalt. Wir wissen schon lange, dass sich das Mikrobiom der Neugeborenen bereits in der letzten Trimenon der Schwangerschaft entwickelt. Diese Entstehung entscheidet über die Zukunft des Kindes. Denn man hat auch herausgefunden, dass wenn das Mikrobiom der Mutter in Ordnung ist, entstehen ca. 50% weniger Asthma, Allergie und Neurodermitis. Unsere teilweise übertriebene Hygiene führt zur Reduzierung von Umweltkeimen, die wir wiederum brauchen, auch wenn manche nur als Platzhalter dienen. Aber diese verhindern, dass die Krankheitserreger überhaupt in die Körper eindringen.

 

Was haben Nahrungsmittel mit der Haut zu tun?

In der ersten Linie stellt sich nicht die Frage, was essen ich? – gesund oder ungesund? Sondern, was machen die Bakterien aus meiner Nahrung. Die Bakterien mischen hier enorm mit. Es ist wichtig also, sie bei guter Laune zu halten, für unser Mikrobiom – die Artenvielfalt.

Es ist bekannt, dass besonders die Neurodermitis und manche andere Hauterkrankungen unter Verzicht vom glutenhaltigen Getreide, sowie Milch und Milchprodukten zumindest kurzfristig helfen können. Aber warum ist das so?

  1. Unser Stoffwechsel hat sich über die 100 tausende Jahre nicht verändert. Glutenhaltige Produkte, Milch und- Milchprodukte sind sehr junge Nahrungsmittel, die wir leider zu schnell zum Grundnahrungsmittel gemacht haben. Unser Körper hat nicht genug Zeit gehabt, diese Nahrungsmittel kennenzulernen. Er ist schlicht und einfach damit überfordert.
  2. Leaky Gut Syndrom – Durchlässigkeitsstörung der Schleimhäute, die wir im Darm finden. Das kann durch z.B. Stress, Medikamente etc. ausgelöst werden. Hier sind nicht die Schleimhäute gestört, sondern die Verbindung zwischen den Zellen. Kleine Lücken entstehen, die durch das Immunsystem nicht kontrollierbar sind.

 

In dem Fall führen die Gluten und Milcheiweiße zu erhöhten Verdauungsrückständen, die in einer Stuhluntersuchung nachgewiesen werden können. Die Nahrung, die im Dünndarm normalerweise resorbiert werden soll, bleibt im Dickdarm liegen. Das ist das beste Futter für Fäulniskeime. Diese wiederum bilden die Toxine, die über die Blut-Lymphbahnen auch in die Haut, Bindegewebe gelangen. Unser Körper wehrt sich. Das bedeutet Stress für das Immunsystem. Wenn dieser Mechanismus nicht unterbrochen wird, kommt es zu Erschöpfung; daraus folgt: die Schleimhautbarriere ist gestört (Leaky Gut). Dadurch kann es zu Allergien, Unverträglichkeiten oder Neurodermitis kommen.

Man könnte jetzt meinen – dann lasse ich die glutenhaltige Nahrung und Milchprodukte weg. Leider wird das nur kurzfristig helfen, denn die Bakterien sind immer noch da. Und auch z.B. Clostridien lernen mit der Zeit, auf Milch oder glutenhaltige Produkte, zu verzichten. Somit können die Beschwerden von vorne beginnen.

Fazit: Hauprobleme haben ihre Ursache an ganz anderen Stellen, als man meint.

Wie behandle ich Neurodermitis in meiner Naturheilpraxis?

Meine Therapiemethode zielt darauf ab, zunächst das innere Milieu zu entlasten. Mittels Darmcheck wird der Zustand u.a. der Darmflora ermittelt. Und dann stellt sich für mich die Frage: Wie geht es den anderen Organen? Wie geht es der Psyche? Wichtig sind auch die Analyse der Mikronährstoffen und die persönliche Konstitution des Patienten. Die Frage dazu: Aus welchem Terrain (Boden) entstand die Krankheit? Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte erstelle ich ein individuelles, naturheilkundliches Therapiekonzept.

Meine Überzeugung: je eher wir handeln, desto schneller unterstützen wir den Körper auf seinem Weg zur Gesundheit!

Es gibt immer eine Alternative – auch für Sie!

Ich berate Sie gerne.

Kostenfreies Kennenlernen

Ich biete all meinen Neu-Patienten ein kostenfreies telefonisches Erstgespräch von 15 min an. Mir ist es wichtig, dass Sie sich bei mir wohlfühlen.

Praxis für Microkinesitherapie und Naturheilkunde • Agata Block

Zweibrückenstraße 685/2. OG  • 84028 Landshut • Telefon: 0170 1939026 • Email: info@naturheilpraxis-block.de